Baden-Baden Geschichte

Die Geschichte der Trinkhalle

Die Geschichte der Trinkhalle in Baden-Baden: Heinrich Hübschs klassizistische Wandelhalle von 1839 mit ihren 16 Wandfresken und dem Ausschank des Quellwassers.

Die Trinkhalle zählt zu den elegantesten Bauwerken Baden-Badens und ist ein architektonisches Wahrzeichen der Kurstadt. Als lang gestreckte Wandelhalle lädt sie seit dem 19. Jahrhundert dazu ein, geschützt vor Wind und Wetter zu flanieren und das heilende Quellwasser zu genießen.

Ein Bauwerk von Heinrich Hübsch

Errichtet wurde die Trinkhalle zwischen 1839 und 1842 nach Plänen des Architekten Heinrich Hübsch, der als badischer Baudirektor einer der wichtigsten Baumeister seiner Zeit war. Hübsch schuf ein klassizistisches Meisterwerk: eine offene Kolonnade mit einer Reihe schlanker Säulen, die eine überdachte Wandelhalle bilden. Diese Bauweise entsprach dem Bedürfnis der Kurgäste, auch bei ungünstigem Wetter promenieren und Wasser trinken zu können.

Die Trinkhalle fügte sich harmonisch in das Ensemble aus Kurhaus und Kurgarten ein und wurde rasch zu einem beliebten Treffpunkt der eleganten Welt. Sie gehört bis heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die berühmten Wandfresken

Ihren besonderen Reiz verdankt die Trinkhalle den 16 großen Wandfresken, die die Rückwand der Wandelhalle schmücken. Diese Gemälde zeigen Sagen und Legenden aus der Umgebung Baden-Badens und des Schwarzwaldes. Sie verwandeln den Spaziergang durch die Halle in eine Reise durch die Mythen und Geschichten der Region und geben dem Bauwerk eine unverwechselbare Atmosphäre.

Im Inneren wurde den Kurgästen das mineralreiche Thermalwasser der Baden-Badener Quellen zum Trinken gereicht. Die Trinkkur galt als wichtiger Bestandteil der Behandlung, denn man schrieb dem warmen, mineralhaltigen Wasser heilende Wirkung zu. Damit fügte sich die Trinkhalle in die lange Tradition der historischen Bäder und Thermen ein, die den Ruf Baden-Badens als Kurort begründeten.

Die Trinkhalle heute

Auch nach fast zwei Jahrhunderten hat die Trinkhalle nichts von ihrem Charme verloren. Sie ist ein beliebter Ort zum Verweilen geblieben und wird bis heute als Treffpunkt, für kulturelle Veranstaltungen und als Ausgangspunkt für Spaziergänge durch den Kurgarten genutzt. Für viele Besucher, die in den Hotels der Stadt logieren, gehört ein Gang durch die Wandelhalle zum festen Programm eines Baden-Baden-Aufenthalts. So bewahrt die Trinkhalle den Geist der klassischen Kur und bleibt ein steinernes Zeugnis der glanzvollen Vergangenheit Baden-Badens.

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